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Ihre Reiseexperten aus Erlangen-City

Freitag, 12. Oktober 2012

Wolfgang Emerich`s Reisetexte

Am Beginn einer Reise


Nach Beendigung des Krieges im Jahre 1975 und seiner Wiedervereinigung ist Vietnam nicht viel mehr als ein sowjetischer Verbündeter in Südostasien gewesen. Erst nach dem Zerfall des RGW konnte sich das Land mit seiner Politik des „doi moi“, was so viel wie „Erneuerung“ bedeutet, wirtschaftlich liberalisieren und breiten Teilen der Bevölkerung zu etwas Wohlstand verhelfen.
 
Schon seit einigen Jahren ist das am südchinesischen Meer liegende Vietnam über die Bezeichnung des touristischen Geheimtipps hinausgewachsen. Mit seinen über 90 Millionen Einwohnern stellt es sich heute als Schmankerl für alle Südostasienliebhaber vor. Landschaftliche Schönheiten, eine sehr sympathische Bevölkerung sowie der Reichtum an Geschichte ruft auf dieses Kleinod näher zu kennen zu lernen.
 
Begleiten sie mich auf einer Reise vom Süden des Landes hinauf in die Hauptstadt Hanoi. Etwas abseits der üblichen touristischen Trampelpfade fahren wir mit dem Boot von Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, nach Chau Doc. Wir werden die südvietnamesische, umtriebige Wirtschaftsmetropole Ho Chi Minh City besuchen und mit dem Zug über Da Nang und Hue schlussendlich die sich geheimnisvoll gebende Hauptstadt Hanoi erreichen. Steigen sie zu und begleiten sie mich bei dieser kleinen Reise in Worten.
 



Wolfgang Emerich (www.orientierungen.at)
 








 
 
 

Mit dem Boot von Phnom Penh nach Chau Doc (Teil 2)

Die Hitze beginnt sich über die kambodschanische Hauptstadt zu legen als ich mich in einem kleinen Restaurant in Flussnähe stärkte. In der Nähe jener Stelle wo sich Tonle Sap Fluss und Mekong vereinigen. Führt der Mekong Hochwasser so presst er es in den Tonle Sap Fluss. Dieser ändert dadurch seine Laufrichtung und speist den gleichnamigen See welcher auf die vierfache Größe anschwillt und die Landschaft in der Umgebung fruchtbar macht. Ein Naturereignis und von der ansässigen Bevölkerung mit ausgelassenen Festen gefeiert.
 
Meine Mahlzeit ist beendet und es ist an der Zeit sich von Phnom Penh zu verabschieden und das Boot nach Vietnam zu besteigen. Ein Boot das nach Chau Doc fährt, von wo ich meine Weiterreise nach Saigon organisieren möchte. Ich habe es vermieden ein Boot zu wählen, welches sich mit dem Zusatz „speed“ schmückt. Geruhsam will ich reisen und mit meinen Sinnen Land und Leute kennen lernen. Ein entsprechendes Boot war nicht schwer zu finden und sogleich habe ich es mir auf den etwas verschlissenen Plätzen gemütlich gemacht. Ruhig den Fluss hinabfahren bis zur Grenze Vietnams. Für die Grenzformalitäten musste das Boot verlassen werden um die notwendige Prozedur von Aus- bzw. Einreise über sich ergehen zu lassen. Vielleicht eine halbe oder dreiviertel Stunde dauerte es bis wir weiterfahren konnten. So fällt mir immer wieder auf meinen Reisen auf, dass Gelassenheit und Ruhe schneller zum Ziel führen als Ungeduld und Hetzerei.

Der Tag auf dem Wasser nahm seinen Lauf. Boote zu Wasser, arbeitende Menschen und spielende Kinder am Ufer sowie das ruhige Schaukeln unseres Gefährts führten mich in eine innere Zufriedenheit welche in einem Nickerchen mündete. Gerade richtig zum Sonnenuntergang erwachte ich und erlebte eine erbauende Abendstimmung vor Chau Doc. Der sich verdunkelnde Himmel im Zusammenspiel mit dem Abendrot ließen die für die Region bekannten „Schwimmenden Häuser“ in einem bezaubernden Licht erscheinen. Knapp vor vollständiger Dunkelheit hatten wir dann unser Ziel erreicht. Selbstverständlich warteten schon Schlepper der verschiedensten Hotels und guesthouses. Ich entschied mich für einen jungen Mann mit einer Fahrradriksha. Nach dem wir unsere Sprachbarrieren beseitigt hatten – es schien als ob sich jeder auf das Englisch des Anderen erst einstellen musste – brachte er mich zu einem in Blau gehaltenen guesthouse. Ein nettes Zimmer und auch gleich die Möglichkeit meine Weiterreise in das 250 Kilometer entfernte Ho Chi Minh City, kurz HCMC, zu organisieren waren eine positive Folge meines Entschlusses sich gerade für diesen jungen eloquenten Rikshafahrer entschieden zu haben.

 
Die Grenzstadt Chau Doc war in den siebziger Jahren mehrmals Opfer von Überfällen durch die kambodschanischen Khmer Rouge. Pol Pot und seine Schergen beanspruchten das Gebiet für sich. Erst nach dem Einmarsch der vietnamesischen Armee im Jahre 1979 fand das Brandschatzen und Morden ein Ende. Heute hat sich diese Stadt am Hau Fluss (ein Zweig des Mekong) beruhigt und die Vergangenheit hinter sich gelassen. Verschiedene Ethnien leben hier nebeneinander. Vietnamesen, Khmer und Cham. Die Cham waren bis in das zehnte Jahrhundert Buddhisten bevor sind den Islam als ihre Religion angenommen haben.

Ein schöner Markt, reges Treiben sowie gutes Essen laden ein mehr als zwei Tage zu verweilen. Am Straßenrand sitzen und das Geschehen um sich passieren lassen. Ein kühles Tiger-Beer, Fisch und Reis sowie positiv gestimmt für eine lange Reise nach Saigon. Ja, so habe ich mir Vietnam vorgestellt.

Ich spüre etwas Müdigkeit in mir, zahle und schlendere zurück in das guesthouse. Dort angekommen, tausche ich noch ein paar Worte mit der freundlichen Familie des Besitzers aus und erhalte so nebenbei mein Ticket für den Kleinbus der mich nach Saigon bringen wird.










Vietnamesischer Kaffee und der lange Weg nach Saigon (Teil3)


Das von mir in Chau Doc bewohnte Zimmer hatte zwar ein relativ großes Fenster aber dieses gab nur den Korridor frei. So waren es nicht die ersten Sonnenstrahlen die mich weckten sondern der sich langsam aber stetig erhebende Lärm der Straße. Nach einer erfrischenden Dusche ging es hinunter auf die Straße. Zeit für diesen typischen und geschmackvollen, starken vietnamesischen Kaffee. Diesen sollte sich niemand entgehen lassen der das Land bereist. Ein vierteiliges entzückend aussehendes Metallkonstrukt beschert dem Genießer starken Kaffees einen vietnamesischen Guten Morgen Gruß. Verfeinert wird das Ganze mit gezuckerter Kondensmilch. Erinnerungen an die Kindheit kamen bei mir an die Oberfläche und meine Gedanken rankten sich um die Kondensmilch aus der Tube längst vergangener Zeiten.

Während noch süßer Geschmack aus Kaffee und Kondensmilch den Gaumen erfreute, verfrachtete ich meinen Rucksack in einen Kleinbus welcher mich vor dem guesthouse abholte. Von diesem wurde ich dann zu der Stelle der Stadt gebracht wo Kleinbusse in alle Richtungen abfuhren. Vollgestopft mit reisenden Vietnamesen und deren Gepäck ging die Reise nach Saigon nun endlich los. Bezüglich der Platzverteilung gibt es unter den Einheimischen nie Schwierigkeiten. Ich muss aber immer wieder feststellen, dass Touristen aus dem Ausland nicht selten einer Fehleinschätzung unterliegen. In den Ländern Südostasiens (auch Indiens und Sri Lanka wie ich festgestellt habe) bezahlst du nicht für einen Platz sondern für den Transport. Und wenn man sieht wie respektvoll und vor allem kreativ mit dem vorhandenen Platzangebot unter den Passagieren umgegangen wird scheint die Sache gut zu funktionieren.

 
Angekündigte sechs Stunden sollte ich in diesem Bus verbringen. Es wurden mehr als sieben Stunden daraus welche sich aber sehr kurzweilig darstellten. Wir fuhren durch wunderschöne Landstriche und einer Vielzahl von Dörfern und Ortschaften. Das Aus- und Einsteigen an neuralgischen Punkten wurde durch Händler der verschiedensten leckeren Imbisse begleitet. Gab es irgendwo eine offene Stelle, schon ragten Hände in den Bus um Obst oder Hühnerstücke zu offerieren. Es gab viel zu sehen, gutes Essen zwischendurch und ab und zu ein kleines Schläfchen welches mir die lange Reise sehr kurz und angenehm erschienen ließ. Mit Sicherheit angenehmer als dem Familienvater rechts vor mir. Dieser schien unter größter Übelkeit zu leiden und es fiel im sichtlich schwer eine Peinlichkeit innerhalb des Busses zu vermeiden während Groß und Klein der Familie auf ihn einredeten.


Gegen Abend erreichten wir dann die pulsierende Wirtschaftsmetropole des Südens. Ho Chi Minh City, ein riesiges Einzugsgebiet mit enormer ökonomischer Bedeutung für die Volksrepublik. Sofort umringt von unzähligen Fahrern der hier lauernden Motorradtaxis. Also einen Fahrer auswählen, aufsitzen und ab in die Straße mit dem Namen Hai Batrung. Dort wollte ich Quartier beziehen und dort fand ich auch ein sehr ansprechendes Zimmer in einer kleinen Hintergasse. Auf dem Weg durch das Verkehrsaufkommen zeigte der Mann mit seinem Motorrad Geschicklichkeit und Rasanz um schneller als all die anderen zu sein. Mein Geschick bestand darin den Rucksack zu balancieren und meine Beine möglichst eng an das Gefährt zu drücken denn manchmal war es verdammt eng zwischen uns und diversen anderen auch nicht langsamen Verkehrsteilnehmern. Lawinen an Zweirädern strömten förmlich in und durch die Stadt. Dort wo Lokale, Bars und kleine Hotels sich häuften stieg ich ab um mich nun um Unterkunft umzusehen. Durch eine schmale Gasse gelangte ich zu einem Hintergässchen wo sich in typischer Art und Weise das Leben der ortsansässigen Bevölkerung „draußen“ abspielte. Garküchen vor den schmalen, nach hinten verlaufenden Häusern und emsiges Treiben zwischen den einzelnen verzweigten Gassen.


Saigon. Während der französischen Kolonialherrschaft als Paris Südostasiens bezeichnet und während des Vietnamkonflikts als größter Puff. Heute sehe ich hier ein lebendige Stadt, freundliche, strebsame Menschen und Weit und Breit auch kein real existierender Sozialismus. Diese Stadt ist es wert näher betrachtet zu werden. Mehr dazu nächste Woche liebe Leser!

Wolfgang Emerich www.orientierungen.at


Der erste Abend in Ho Chi Minh City oder Tigerbeer und Wohlfühlen im lauen Abendwind (Teil 4)

Abendliche Dunkelheit hatte sich bereits über die Stadt gelegt als ich nach dem Einchecken und einer erfrischenden Dusche mich wieder auf die Straße begab. Eine angenehme Abendbrise zog in kleinen Wellen durch die schmalen Gassen und je näher ich dem Ausgang zur Hauptstraße kam umso geschäftiger und umtriebiger wurde alles um mich. Verkehrslärm, Unmengen an Mopeds, Bars und Cafés versprachen mir einen schönen Abend. Ein Gewirr an Menschen und Lichtern. Ein bisschen Bummeln, sich umschauen und erstaunt feststellen, dass ich gar nicht in der Hai Batrung bin. Es war die Pham Ngu Lao wo ich mich befand. Der Motorradfahrer hat mich an der falschen „langen“ Straße abgesetzt. Doch egal, ein „Warum“ und auch „Wieso“ ist in Südostasien oft fehl am Platz und in den meisten Fällen ändert es auch nichts an den Tatsachen. Meine Erkenntnis, dass daheim zu viel nachgedacht und zu wenig gelebt wird kam mir wieder in Sinn.

Es ist Zeit einzutauchen in die prickelnde, unruhige Atmosphäre dieser Stadt, die Augen zu öffnen und sich auf ein paar schöne Tage hier zu freuen. Zunächst allerdings meldete sich der große Hunger welcher sich inzwischen bei mir eingestellt hatte. Bei dieser Vielzahl an Garküchen ist es nicht schwer satt zu werden, dachte ich mir. Fleisch, Reis, Gemüse und Saucen zum Verfeinern der Gerichte machten mir die Auswahl schwer. Eine Garküche neben der Anderen. Da und Dort dann noch ein Wagen mit Baguettes die mit den verschiedensten Sorten Fleisch und Gemüsen belegt werden konnten. Ja und nicht zu vergessen die vielen kleinen und großen Restaurants. Ein bisschen an Schärfe fehlt es allerdings hier teilte mir mein Gaumen mit.

In einem in der Nähe befindlichen Straßencafé ließ ich mich zu einem tigerbeer nieder. Die Umgebung auf mich wirken lassen und Eindrücke in sich aufsaugen. Reisen bedeutet für mich nicht nur fortbewegen von einem Ort zum Nächsten. Reisen bedeutet auch Augen und Ohren öffnen, die Menschen beobachten welche einem begegnen, an einem vorüberziehen und mit denen man kleinen Smalltalk betreibt. Erfahrungen sammeln und nicht Vergleichen. Akzeptieren und nicht unbedingt Verstehen müssen. Mit all diesen Gedanken sitze ich nun hier und beginne meine Pläne für die nächsten Tage zu schmieden. Nach Cho Lon fahren, das China Town von Saigon und selbstverständlich die Tunnel von Chu Chi besuchen. Cho Lon mit seinen vielen Tempel und Pagoden und die Tunnel von Chu Chi wo sich der Viet Cong bis weit unter die US-Truppen grub. Ein Ausflug in das Mekong Delta, der Besuch einer Schlangenfarm und alles andere werde ich auf mich zukommen lassen. Ach ja, im Saigon Trade Center soll es ein Restaurant geben welches einen wunderbaren Blick auf die Stadt und seinen Fluss zulässt. Nicht zu vergessen der Ben Thanh Markt welcher hier ganz in der Nähe sein soll. Die im Süden des Landes angesiedelte Religion der Cao Dai mit ihren bunten Tempeln werde ich auch aufsuchen. Man sieht es gibt es vieles zu erkunden….


Ho Chi Minh City, das ehemalige Saigon, ist heute ein enormes Einzugsgebiet mit mehr als sieben Millionen Einwohnern. In den Jahren des Krieges explodierte die Stadt förmlich aus allen Nähten. Flüchtlinge aus allen Teilen des Südens strömten in die relative sichere Stadt um vor dem blutigen Schlachten am Lande Zuflucht zu suchen. Soldaten, Kriminalität und ausufernde Prostitution machten das Saigon jener Zeit zur Hure des Krieges. Nach dem Abzug der letzten GI’s und der Wiedervereinigung Vietnams erhielt die Stadt ihre heutige Bezeichnung. Benannt nach Ho Chi Minh oder auch Onkel Ho wie er immer noch liebevoll genannt wird. Er war ein Visionär und auch ein Kriegsherr welcher durch seine felsenfeste Überzeugung die Unabhängigkeit und Vereinigung Vietnams als oberste Priorität ansah und diese nie aus den Augen verlor. Trotz vieler Fehleinschätzungen und falscher Entwicklungen ist er heute noch eine identitätsstiftende Figur in der vietnamesischen Geschichte.

Vieles gibt es zu sehen, zu erfahren und zu erleben. Folgen sie mir auch nächste Woche durch diese pulsierende, heiße Stadt am Saigon River, dem Song Sai Gon.

Wolfgang Emerich www.orientierungen.at 









Süßer Morgenkaffee und ein Tag in Cho Lon (Teil 5)


Wie meine Leser jetzt schon wissen bin ich Liebhaber des vietnamesischen Kaffees. Heiß und mit süßer Kondensmilch. Ob am Morgen zur Belebung oder nachmittags zur Entspannung. Es war der Morgen an dem ich mich aufmachen wollte um einen Spaziergang nach Chinatown zu unternehmen.

Cho Lon wie es genannt wird soll noch mehr Geschäftigkeit aufweisen als die Teile der Stadt welche ich in den letzten paar Tagen kennen gelernt habe.


An diesem Morgen saß ich in einem kleinen Lokal und habe eben diesen wunderbaren vietnamesischen Kaffee ausgiebig genossen. Straßenhändler, meist entzückende Damen mit Hut bedeckt und die Unterarme in lange Handschuhe gehüllt, priesen hier ihre kleinen Waren an. Immer wieder zugänglich für netten small-talk und mit allerlei praktischen und weniger praktischen Artikeln.

Mundtücher gegen die Abgase, kleine und große Hüte, die schrägsten Feuerzeuge, Wattestäbchen, Putzwedel und so weiter. Salben, Cremen, Seifen und was einer sonst noch alles für den Alltag braucht. In all der Zeit, so zwischen plaudern und feilschen um ein Feuerzeug, sind mir Gruppen an Männern aufgefallen welche sich schon am „frühen“ Vormittag tigerbeer und Whisky zu Gemüte führten. Es handelte sich um ehemalige Veteranen der US-Armee die ihren Dienst für Uncle Sam während des Vietnamkrieges leisteten, nun im Land von Onkel Ho Urlauben und vielleicht auch bisschen Vergangenheit bewältigen. Organisierter Tourismus in das Land der ehemaligen Kriegsgegner durch die Veteranenverbände ist an vielen Orten hier anzutreffen. Für viele dieser ehemaligen GI’s oft vielleicht die einzige Möglichkeit Urlaub außerhalb der Vereinigten Staaten zu machen. Stellten doch vorwiegend die unteren Gesellschaftsschichten ihre Söhne für diesen Krieg.


Cho Lon


Der Kaffee war getrunken, das Feuerzeug erstanden und jetzt heißt es endlich Abmarsch in Richtung Cho Lon. Ein längerer Spaziergang und ein paar Stationen mit dem Bus führten mich über die Nguyen Trai direkt in das chinesische Stadtviertel. Cho Lon war ehemals eine eigene kleine Stadt welche über die Jahrzehnte hinweg mit Saigon verschmolzen ist. Ein Großteil der Bewohner ist südchinesischen Ursprungs. Pagoden welche errichtet wurden dienten jeweils den Gläubigen einer bestimmten Herkunft. Die regionale Herkunft der Sippe wirkte schwer und galt noch am Ort der Emigration über Jahre hinweg. Noch vor dem Unabhängigkeitskrieg gegen die Kolonialmacht Frankreich war das Viertel ein Zentrum für den Opiumhandel und es schien eine Selbstverständlichkeit gewesen zu sein diese asiatische Kulturdroge hier ausgiebig zu konsumieren. Graham Greene („Unser Mann in Havanna“) soll hier öfters vor Ort gewesen sein um sich dem Vergnügen hinzugeben. Wohl nicht nur des Opiumrauchens Willen. In den Jahren des Krieges fanden die Kämpfer der Viet Minh und später des Viet Cong in den verwinkelten Straßen und der Umtriebigkeit Cho Lons vielfach Unterschlupf. Nach der Wiedervereinigung von Vietnam im Jahre 1975 und dem Krieg gegen China 1979 wurden tausende chinesisch stämmige Vietnamesen mehr oder weniger zum Auswandern gezwungen oder fanden es ihrerseits besser das Weite zu suchen.

Viele gingen als „boatpeople“ in die traurige Geschichte dieser Zeit ein und füllten die Flüchtlingslager Südostasiens.


Chua ist vietnamesisch und steht für Pagode


Chua Nghia An an der Nguyen Trai war die erste Pagode welcher ich an diesem Tag meine Aufwartung machte. Sie ist einem sagenumwobenen General aus der Han Dynastie geweiht. Riesige Räucherspiralen hingen in den Raum und ihr Geruch umschlich mich auf betörende Art und Weise.

Frauen saßen bequem und tratschten, Gläubige verrichteten ihre Gebete und es hatte für mich den Anschein als ob ich gar nicht wahrgenommen worden bin. Doch denke nicht so viel Reisender, lass dich auf die fremde Umgebung ein und nimm mit deinen Sinnen wahr was dir begegnet. So setzte ich mich hin und ließ meine Augen durch das Gebäude wandeln. Leute kamen und gingen, erstanden Räucherstäbchen, verbrannten Papiergeld um ihre Verstorbenen im Jenseits symbolisch zu unterstützen. Vis-a-Vis von Chua Nghia An dann eine in den 1930iger Jahren erbaute Moschee. Überraschend für den Reisenden aber nicht unüblich dieses spirituelle Nebeneinander in Südostasien.

Nicht weit entfernt befindet sich Chua Thien Hau. Eine Pagode welcher der Göttin der Seefahrer und Fischer gewidmet ist. Die Erbauer dieser Pagode stammten aus Kanton und ein hier ausgestelltes Schiffsmodell soll ihrer gedenken. Reich an Verzierungen und spiritueller Dekoration scheint diese Pagode als eine der schönsten in der Gegend zu gelten. Riesige Bronzegefäße stehen hier welche mit Sand gefüllt sind um dem Räucherwerk Halt zu geben das von den Gläubigen gebracht wurde, langsam vor sich hin glimmt und in kleinen Wolken Wohlgeruch verbreitet. Werden Spenden geleistet so wird eine Glocke geläutet. Eine Mischung aus Selbstverständlichkeit überlieferter Rituale und eine auf den Besucher wirkende Gleichgültigkeit machen die Sympathie vieler sakraler Bauten aus. Alltagsleben und spirituelle Zusammenkunft, Totengedenken und Dank für das Erhaltene. Die Zeit verging viel zu schnell und obwohl ich mich schon längst entschieden hatte in den nächsten Tagen wieder zukommen möchte ich noch weiter meinen Sinnen Gutes tun. Chua Quam Am in der Nähe der Straßen Luong Nhu Hoc und Chau Van Liem. Eine Pagode welcher der Göttin der Barmherzigkeit gewidmet ist. Hier bin ich auf Bekannte aus Chua Nghia An gestoßen. Der tapfere General und seine Gehilfen finden auch hier Verehrung und Unterkunft. Ebenso interessant ist die Versammlungshalle mit dem Namen Hoi Quan Tam Son in der Nähe von Chua Thien Hau. Diese ist der Fruchtbarkeitsgöttin Me San gewidmet und bekannt für seine goldenen Schriftzeichen die die Säulen der Halle schmücken. Und siehe da wer genießt auch hier hohe Verehrung? Der tapfere General und die Götting der Barmherzigkeit, Quam An.


Der Abend begann sich über Saigon zu legen und bevor ich mich in Richtung Pham Ngu Lao aufmachte, gönne ich mir in einem kleinen Restaurant gutes chinesisches Essen. Wie so oft wird man schnell zu Mittelpunkt wenn man ein Lokal betritt in dem vorwiegend Einheimische verkehren aber ebenso schnell ist man „integriert“ wenn die bestellte Speise offensichtlich schmeckt. Ja, und wenn man vor allem keine Vorbehalte gegen Unbekanntes hat. Vielleicht um einen Nachschlag bittet oder Interesse für die Herstellung bekundet. Gestärkt ging es dann zurück und so wie ich kam so erfolgte auch mein Rückweg. Ein paar Stationen mit dem Bus und in der Nähe meines Quartiers wurde ausgestiegen um das hier bereits auflebende Abendflair in Anspruch zu nehmen. Müde in meinem kleinen Hotel eingetroffen erschien mir eine Dusche wohl mehr als überfällig.


„Gute Nacht Saigon“…...wäre jetzt ein passender Abschluss für diese Zeilen. Doch eine pulsierende Metropole wie diese mag es nicht wenn man sich verdrückt. Wie recht sie doch hat.


Die Tunnel von Chu Chi oder wie jüngere Geschichte Devisen macht (Teil 6)

Good Morning….Saigon! Willkommen zurück liebe Leser. Es freut mich, dass ihr mich weiter auf meiner Reise durch Vietnam begleitet.
Als nächstes wollte ich die Tunnel von Chu Chi besuchen und habe mich auf den Weg gemacht eine Agentur zu finden welche solche Ausflüge in ihrem Programm hat. Die Angebote der hiesigen Reiseagenturen reichten vom Flugticket bis zu kleinen Tagesausflügen in die Umgebung der Stadt. Sogar die Möglichkeit per Kleinbus von Saigon nach Bangkok zu gelangen wurde angepriesen. Meine Absicht war aber eine andere gewesen. Ich suchte nach Ausflügen in die jüngere Vergangenheit Vietnams. Lange hatte es nicht gebraucht um einen Tagesausflug nach Chu Chi zu finden. Die Tunnel von Chu Chi waren mir schon ein Ziel bevor ich nach Saigon gekommen bin. Das mir von Geschichten und Erzählungen bekannte Tunnelsystem mit dem sich der Viet Cong bis unter die 25. Division der US-Armee gegraben hat. Ein Ticket war schnell gekauft und am nächsten Tag ging es dann mit einem Bus, einer Gruppe von Touristen unterschiedlichster Nationalität und einem Reiseleiter in den Ort Chu Chi. Den Namen des Reiseleiters habe ich vergessen, dass er ein ehemaliger Kämpfer des Viet Cong gewesen war nicht. Ein sympathischer, drahtiger Mann mit einem entgegenkommenden Lächeln. Er führte uns mit gutem Englisch in jene Epoche zurück wo sein Land buchstäblich in die Steinzeit gebombt werden sollte.
Als der Zweite Weltkrieg sein Ende gefunden hatte machte sich die Kolonialmacht Frankreich daran Vietnam wieder und seine Kontrolle zu bekommen. Zu dieser Zeit begannen die Widerstandskämpfer der Viet Minh mit dem Bau eines Tunnelsystems. Bis in die Zeit der Auseinandersetzung mit den Vereinigten Staaten wurde dieses systematisch ausgebaut und verbessert. 1968 war das Jahr der TET-Offensive (Tet ist das vietnamesische Neujahr) des Viet Cong und der nordvietnamesischen Armee. Das Tunnelsystem reichte jetzt von Saigon bis an die kambodschanische Grenze. Ein unterirdisches Netzwerk um Material, Waffen und Kämpfer in die Stadt zu bringen. Spitäler, Mannschaftsräume, Küchen und Kommandoräume fanden Platz in einem weit verzweigten und für die GI’s an der Oberfläche fast unsichtbaren Netz von Tunnelgängen. Gut getarnte Eingänge und weit vom Ursprung liegende Abluftkanäle mit Klappen machten das Aufspüren der Gänge mehr als schwer. Selbst Spürhunde konnte nicht immer finden wonach sie suchten. Mit Hilfe von erbeuteten Alltagsgütern und Uniformfetzen getöteter US-amerikanischer Soldaten führte der Viet Cong die Hunde in die Irre. Da die GI’s für den Kampf in den Tunnelanlagen schlicht und einfach zu groß gewesen waren wurden verbündete südkoreanische oder thailändische Soldaten für die Arbeit herangezogen. Im Soldatenjargon wurden diese als „Tunnelratten“ bezeichnet.

Alles wurde versucht um dem Treiben im Untergrund Einhalt zu gebieten. Die Bevölkerung wurde umgesiedelt und weite Gebiete mit Flächenbombardements überzogen. Das Versprühen des Entlaubungsmittels Agent Orange zeigt noch heute die hässliche Fratze dieses Krieges. Jahr für Jahr werden in Vietnam noch immer Kinder mit Missbildungen geboren die auf das Gift zurückzuführen sind. Ebenso leiden und sterben noch immer Veteranen der US-Armee die Umgang damit hatten. Unserer Guide erzählte über Leben und Gebräuche unter Tag. Über die Angst welche sie durchstehen mussten und die ihnen bewusste Ausweglosigkeit in vielen Situationen. Wir konnten eine Kostprobe typischer Speisen nehmen welche unter Tag produziert wurde und sahen einen nachgestellten Kommandoraum sowie eine Küche und auch einen Lazarettraum. Eine kleine Stadt unter der Erde, ein mobiles Wehrdorf welches sich systematisch unter den Feind bohrte. Wer wollte und keine Platzangst in sich trug wurde danach eingeladen ein kleines Stück eines solchen Tunnel durchqueren. Voller Elan machte auch ich mich daran durch eine kleine Öffnung einzusteigen und ein paar Meter auf den Spuren des Viet Cong zu wandeln. Von Wandeln konnte allerdings keine Rede sein. Auf den Knien bin ich durch den Tunnel gekrochen und sogar einmal an den Schultern steckengeblieben. Und das mir mit meinen 172 Zentimeter „Höhe“. Wieder aufgestiegen und den Staub von Kleidung und Händen entfernt ging es weiter zu einem Schießstand. Dort konnte der Besucher gegen Bezahlung ein paar Schuss mit einer Auswahl an Waffen abgeben die während des Krieges zum Einsatz kamen. Zunächst auch davon begeistert kam ich aber zu dem Entschluss mich nicht an der Schießerei zu beteiligen. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige unter den Teilnehmern der Gruppe einzig und allein darauf gewartet haben endlich ein paar Schuss auf „Nichts“ abzugeben. So entzog ich mich diesem vielleicht etwas fragwürdigen Angebot und sparte meine Dollars für ein Baguette und tigerbeer mit inklusivem Blick auf die vorbeihuschenden mandeläugigen Schönheiten an der Dong Khoi.
 
Das Museum für Kriegsverbrechen in Ho Chi Minh City hatte dann noch einiges zu bieten. Berichte und Darstellungen über Massaker an Vietnamesen durch die Armeen Frankreichs, Chinas und der Vereinigten Staaten von Amerika. Außerdem findet man dort ausrangiertes Kriegsgerät vor und kann sich der Folgen von Agent Orange am Beispiel ausgestellter entstellter Föten so richtig bewusst werden. Ich bin davon überzeugt, dass Reisen auch mit dem Interesse verbunden sein soll mehr über ein Volk und Land zu erfahren als das Lächeln sein Bewohner und ihren Service. Erst wenn du auch die Schattenseite einer Entwicklung, die dunklen Seite der Geschichte in Erfahrung gebracht hast, kannst du beginnen die Menschen wirklich zu lieben und zu verstehen.

In diesem Sinne lieber Leser…es freut sich auf ein Wiederlesen



Von Flanierstraßen und guten Aussichten (Teil 7)

 
Die Tage die ich nun schon in Ho Chi Minh City verbracht habe sind wie im Fluge vergangen. Es scheint als ob ich schon Wochen hier bin und meine Anwesenheit kein absehbares Ende vorsieht. Mit diesem wunderbaren Gefühl saß ich hier und habe den Morgen genossen. Die Sonne zeigte sich schon von ihrer strahlenden Seite und es wurde einer dieser heißen Tage wo sich die Hitze langsam auf die Stadt legte. Der Kaffee war getrunken, die Flasche Cola bald ebenso und die Veteranengruppe ehemaliger GI’s vom Café vis-a-vis begann sich langsam aber sicher in einer Fahne aus tigerbeer und Zigaretten in den Tag einzufügen. Für mich stand fest, dass ich mit einem Spaziergang in Richtung Oper den Vormittag füllen wollte. In diese Richtung deswegen weil ich den Ben Thanh Markt besuchen wollte. Dieser befand sich ganz in der Nähe meiner Unterkunft. Davor steht unübersehbar inmitten eines fast undurchdringlichen Verkehrs die Reiterstatue eines gewissen Tran Nguyen Han. Ein General der im 13. Jahrhundert die wunderbare Idee hatte Tauben für die Übermittlung von Nachrichten einzusetzen.

Wie an so vielen Straßen in Saigon herrschte hier ein schier unendlicher Verkehrsstrom aus allen Richtungen. Es war also Vorsicht geboten wollte ich die Straße überqueren und zum Ben Thanh Markt gelangen. Erbaut wurde dieser noch unter französischer Kolonialherrschaft und ist eine Art Wahrzeichen der Stadt. Mit seiner Turmuhr und den Gebäudeumrissen wirkt er von außer eher wie ein Bahnhof denn als ein Markt. Innerhalb und außerhalb des Marktgeländes gab es so gut wie alles zu kaufen. Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, Geschenke und Kitsch (asiatischer Kitsch ist einfach phantastisch) sowie selbstverständlich frische Lebensmittel jeder Art. Nicht zu vergessen die Suppenküchen welche mich förmlich einluden Platz zu nehmen. Berufstätige aus der Umgebung trafen sich hier um ihre Mittagssuppe zu nehmen. Dies war der Ort um gute Suppe zu essen aber nicht jener um sich danach noch gemütlich zurückzulehnen und dem Treiben Beobachtung zu schenken. Die Plätze an den Küchen waren begehrt und kaum stand jemand auf, war sein soeben frei gewordener Stuhl gleich wieder besetzt.

Kurze Zeit danach stand ich wieder im Verkehr und machte mich auf dem Weg über die Le Loi in Richtung Dong Khoi. Vorbei an den verschiedensten Geschäften und Straßenhändlern bis ich an der Oper angelangt war. An ihr lief die berühmte Dong Khoi vorbei. Hinunter bis an den Saigon River und dem Hotel Majestic wo Graham Greene einen beträchtlichen Teil seiner Zeit in Saigon verbrachte. Jener bekannte Autor welcher uns schon einmal in Cho Lon begegnete und von dem ich mir dachte, dass er zu Leben wusste. Hotel, Restaurants und Cafés säumen diese vom Verkehr gefüllte Straße die ihren heutigen Namen erst nach der Wiedervereinigung erhielt. Eine jener Straßen der Welt die Geschichten schreiben und Herrscher vorbeziehen sehen. Ob als „Avenue“ der französischen Kolonialherren oder der Verfall während der Zeit des Krieges wo sich zigtausende US-Soldaten mit Drogen und Prostitution vergnügten. Nach dem Fall der Stadt im Jahre 1975 rollten dann wahrscheinlich die Panzer der Nordvietnamesen hier durch aber die Straße war und ist noch immer prächtig und empfehlenswert für jeden Besucher Saigons.

Das Saigon Trade Center an der Ton Duc Thang mit seinem Restaurant in einem der obersten Stockwerke gibt einen wunderbaren Blick auf die Stadt und ihrem Fluss frei. Die Preise sind zwar nicht in der Kategorie wie zu ebener Erde aber es zahlt sich allemal aus. Ich denke stets, dass eine große Stadt auch an einem Fluss liegen muss. Nicht nur aus historisch-wirtschaftlichen Gründen sondern weil es ganz einfach dazugehört. Und wie ich meinem Blick so über die Stadt gleiten ließ, fiel mir ein, dass heute Abend englische Premier League in den unzähligen Pubs zu sehen ist. Also schnell nach Hause (schreibe ich nach Hause?) unter die Dusche und in eine neue Schale. Auf dem Weg zum Saigon Trade Center habe ich ein Lokal entdeckt welches nach Außen hin einem Fass gleicht und mit seinem Angebot aus Satellitenempfang, tigerbeer und entzückend lächelndem Personal sich in meinem abendlichen Terminkalender wie von selbst eingetragen hat.
Mit Mister Long ins Mekong Delta ( Teil 8 )

Das Mekong Delta ist mit ungefähr 40.000 Quadratkilometern und seinem fruchtbaren Boden die riesige Reiskammer des südlichen Vietnam. Während der französischen Kolonialherrschaft begann eine massive Erweiterung der Monokultur Reis und erst  Jahre nach der Wiedervereinigung begann Vietnam mit anderen Kulturen in dieser Region zu arbeiten.  Heute findet der Reisende hier ebenso Obst- und Maisanbau als auch Schrimps Farmen und Fischzucht vor. Die anfänglich von der durch Hanoi gesteuerten Planwirtschaft schwer beeinträchtigten Bauern entwickelten sich immer mehr zum Rückgrat der Lebensmittelversorgung dieser Region. Meine Liebe zu Schrimps und Getier welches sich im Wasser tummelt  war allerdings nicht der Grund meiner kurzen Reise in dieser von Landwirtschaft geprägten Region. Hier leben unter der buddhistischen Mehrheit viele Katholiken, die Angehörigen der muslimischen Volksgruppe der Cham und auch Anhänger des Caodaismus.  Über diese bunte Religionsgemeinschaft werde ich euch beim nächsten Mal etwas mehr erzählen.

In einem Minibus und einem Reiseleiter mit dem Namen Long, Mister Long wie er sich vorstellte, ging es am frühen Vormittag in Richtung My Tho. Der sehr gesprächige und witzige Mister Long schien wie geboren für diesen Beruf. Er erzählte viel und ausgiebig. Mal wichtiges mal weniger wichtiges. Doch was ist wichtig und was nicht. Es machte Spaß mit ihm durch die Gegend zu schauen, Fragen zu stellen welche er mit leuchtenden Augen und dem typischen Lächeln dieser Menschen hier beantwortete. My Tho liegt ungefähr siebzig Kilometer von Saigon entfernt und in vielen Reiseagenturen Saigons besteht die Möglichkeit einen Tagesausflug dorthin zu buchen.  Das Programm ist im Großen und Ganzen immer das Gleiche aber bei Weitem nicht langweilig wie ich festgestellt habe. My Tho liegt an einem Seitenarm des Mekong, am Tien Gang Fluss. Diese etwas französisch anmutende Stadt ist mit seinem wirklich netten Markt am Kanal das ideale Plätzchen um es sich in den dortigen Restaurants gemütlich zu machen.  Die Bootsfahrt hatte sich wirklich gelohnt und die gewonnenen,  leider viel zu kurzen, Eindrücke geben einen kleinen Blick frei in die Schönheit des Deltas und dem Leben hier. Dem Mekong, diesen lebensspendenden Fluss Südostasiens, seien hier ein paar Zeilen gewidmet. Alleine seine gigantische Länge von über 4.000 Kilometer welche sich über China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und eben Vietnam erstrecken, lassen erahnen welche Bedeutung er für diese Region besitzt. Stets bringt der Mekong die Fruchtbarkeit des Bodens mit sich und mündet dann hier im Delta wo er noch kräftig den Gabentisch der Natur deckt. 

Nach einer Bootsfahrt sowie einer Pause bei zwei schrulligen Herren mit der Vorliebe für das Thema Nummer Eins in der Männerwelt ging es weiter zu einer Schlangenfarm mit dem Namen Dong Tam.  Dort dösten Schlange jeder Größe vor sich hin und ich wunderte mich warum bei einigen dieser riesigen Reptilien fette Enten im Käfig hockten. Nun ja, die Lösung war schnell gefunden. Lebendfutter wird nun mal bevorzugt. Dabei putzte sich das Federvieh eifrig und scheint über seinen ruhigen schlafenden Nachbar äußert zufrieden gewesen zu sein.  Eine Art Schildkörte mit weißgelblicher Farbe und traurigen Augen schwamm in einem Becken vor sich hin und es schien als ob dieses Geschöpf eher das Ergebnis verschmutzten Wassers oder einer Laune der Natur ist denn ein normaler evolutionärer Vorgang. Angeblich wurde das Tier vor einigen Jahren aus dem Fluss gefischt und keiner hatte gewusst was es genau war. Zum Abschluss des Rundgangs durch die Farm zeigte mir Mister Long den absoluten Höhepunkt der Anlage. Ein aggressiver, verdammt nervöser schwarzer Affe in einem Freiluftgehege arbeitete sich von Ast zu Ast, kam näher und begann fürchterlich zu kreischen. Es schien Usus zu sein, den kleinen Herrn mit seiner etwas unsympathischen Art zu ärgern und Mister Long zeigte wie es am Besten ging. Ein Kugelschreiber welcher gegen die Gitter fuhr erregte die Aufmerksamkeit des hyperaktiven Affen dermaßen, dass er mit seiner Hand in Richtung des Kugelschreibers fuhr und diesen auch erwischte. Nicht so leicht war es dann wieder das Schreibgerät aus den Klauen des kleinen Herrn zu befreien. Zum Glück war auch noch das Gitter dazwischen….dem Affen war einiges zuzutrauen. Es schien ganz so als ob sein Tagesinhalt darin bestand zu Ärgern und geärgert zu werden.

Nun genug von hospitalisierten Affen und dösenden Schlangen die Ente bevorzugen. Die Fahrt ging weiter und wir besuchten eine Insel die durch einen Religionsgründer mit dem Namen Ong Dao Dua bekannt geworden ist. Überlieferungen zufolge hatte sich dieser Herr jahrelang nur von Kokosnüsse ernährt und erlangte auf die Weise Erleuchtung. Nicht umsonst wird er auch als Kokosnussmönch bezeichnet. Eine Glaubensgemeinschaft welche sich aus Teilen des Taoismus, Buddhismus und des Christentums nährte und die Gestaltung skurriler Bauten in seinem kleinen Reich brachten Ong Dao Dua  seine heutige Popularität ein.  Eine kleine Oase des Friedens entwickelte sich während ringsum Vietnam brannte und in Blut ertrank.  Da aber die Mächtigen stets Spielverderber sind,  legten ihm sowohl die vergangenen als auch die gegenwärtigen Regierungen seine Anschauungen als Fehler aus.

Reisen meint Staunen, bis zum nächsten Mal liebe Leser



Abschied von Saigon (Teil 9 )

Es gibt mit Sicherheit die unterschiedlichsten Meinungen zu Ho Chi Minh City. Vielleicht gibt es auch Reisende denen diese Stadt schlicht zu laut oder zu heiß ist. Meine Erfahrung mit dieser umtriebigen Stadt war eine äußerst positive die mich immer wieder gerne zurückkehren lässt. Eine Stadt die ihr umtriebiges Leben zu Schau stellt. Südostasiatische Lebenskultur an allen Ecken und das bedeutet Tradition gepaart mit Entwicklung. Die Zeit war nun aber gekommen sich von dieser pulsierenden Metropole zu verabschieden. Mein weiterer Weg sollte mich bis nach Hanoi führen.

 
Ich hatte vom „Reunificationexpress“ gehört. Eine Zugverbindung von Ho Chi Minh City bis nach Hanoi hinauf. In sechsunddreißig Stunden von Süd nach Nord. Ich wollte diese Strecke nicht in Einem absolvieren. Aufenthalte in Da Nang und Hue hatte ich vorgesehen. Interessant für mich war, dass die Bezeichnung „Wiedervereinigungsexpress“ keiner am Bahnhof kannte. Dieser klingende Name, ein Hinweis auf die Wiedervereinigung von Nord und Süd im Jahre 1975, steht wahrscheinlich in den Büchern des Westens. Hier war es ein ganz normaler Schnellzug, etwas teurer selbstverständlich, der Personen zu ihren Familien brachte. Für ein mobiles Volk ist eine solche Verbindung von reinem Nutzen. Und der Umgang mit Geschichte ist in ganz Südostasien ein ganz anderer als in Europa. Schneller Verzeihen, schneller Vergessen und ein anderer Umgang mit dem Tod sehen auch die eigene Geschichte anders. Ich besorgte mir ein Ticket bis nach Da Nang. Die nächste Station wo ich ein paar Tage mich umsah bevor ich in die alte Kaiserstadt nach Hue weiterreisen wollte.


Von Saigon aus verabschiede ich mich zunächst einmal aus Vietnam. Wer meine Texte gerne liest, der ist für die nächsten zwei Monate eingeladen mich nach Thailand, Laos und Südindien zu begleiten. Zwei Monate werde ich dort verbringen und euch einiges berichten und kleine Geschichten über Alltag und Sehenswertes aus der Gegend erzählen.



Wolfgang


 

Samstag, 29. September 2012

Urlaub in Antalya


 
Machen Sie einmal ihre Augen zu und stellen Sie sich vor, Sie würden an einem traumhaften Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser liegen, die Wellen leise plätschern hören und die Sonne genießen.
Herzlich Willkommen an der türkischen Riviera. Herzlich Willkommen in Antalya.
Nicht umsonst ist die türkische Riviera ein schnell wachsendes Tourismuszentrum. Besonders bekannt für seine langen Sandstrände und traumhaften Meerfarben bietet Antalya den optimalen Ort zur Erholung.
Neben Pauschal – kommen auch Individualtouristen hier voll auf ihre Kosten.

Wer jedoch meint, dass Antalya nur aus „All Inclusive Hotels“ besteht, der liegt falsch. Gegründet wurde die Stadt im Jahre 158 v. Chr. von König Attalos II. In der fortfolgenden Historie war das Gebiet immer wieder ein Ort von großer Bedeutung. Der Heilige Paulus besuchte Antalya ebenso wie die Römer und Osmanen. Die verschiedenen Kulturen und Einflüsse sind auch heute noch in Antalya sichtbar.
Ein berühmtes Überbleibsel aus der Zeit ist das Hadrianstor, welches der ehemaligen Stadtmauer angehörte und im Jahre 130 errichtet wurde. Auch die römische Arapsu-Brücke und das Minarett der Yivli – Minare - Moschee sollte man sich nicht entgehen lassen.
Neben einem entspannten Sommerurlaub voller Strandtage, kann man in Antalya und Umgebung aber vor allem eins sehr gut machen: Ausflüge.

Sehr beliebt sind Bootstouren zu kleinen Inseln mit traumhaften Stränden oder eine Bootstour entlang der Küste. Aber auch die Berge des Taurus – Gebirge bieten viele Möglichkeiten. Seit 2007 gibt es am Tantali – Berg bei Kemer die zweitlängste Seilbahn Europas, die Einen auf die 2365 Meter hohe Spitze befördert. Wanderfreunde können einen Teil fahren und den anderen per Fuß zurücklegen. Des Weiteren kann man mittlerweile auch im Winter Ski und Snowboard fahren. Ebenso existiert die Chance, dass Gebirge in einer Jeepsafari zu erkunden. Ein weiterer Tipp ist die Besichtigung des Berges auf der Strecke Antalya – Kremer. Von dort hat man einen beeindruckenden Blick auf die Türkische Riviera. Etwas sportlicher geht es bei dem „River Rafting“ auf dem Köprülü Gebirgsfluss zu. Dort muss man einen 12 km langen Weg voller Stromschnellen und anderen Gefahren überwinden. Naturliebhabern sind die vielen Wasserfälle um Antalya und die Pammukkale zu empfehlen. Pammukkale sind Quellen, die aufgrund eines Kalkeinflusses und 35 Grad Wassertemperatur weiß geworden sind.

Wer auch etwas über die Menschen und Kultur erfahren möchte, sollte eine Dörferfahrt oder einen türkischen Abend miterleben.
Auch die antiken Städte Perge und Aspendos sind ein Besuch wert.
Unweit von Antalya entfernt liegt der kleine Ort Myra. Dort lebte ein gewisser St. Nicholas, der uns heute aber eher unter dem Namen Nikolaus bekannt ist und wegen dem heute Millionen von Kindern am 5 Dezember einen Stiefel rausstellen. Seine Grabstelle kann man dort besuchen.

Möchte man abends auch mal rausgehen, so bietet Antalya eine Vielzahl an Möglichkeiten. Neben klassischen türkischen Spezialitäten gibt es auch exklusive Restaurants. Anschließend ist ein Besuch in einer der Diskotheken zu empfehlen.
Über das Wetter müssen Sie sich selbstverständlich keine Sorgen machen. Antalya kann das ganze Jahr über besucht werden!
Kommen Sie nach Antalya, um Ihren Traum lebendig zu machen!!
 
 

Dienstag, 25. September 2012

Brasilien Urlaub

Brasilien ist bekannt für seine Lebensfreude, Karnevalsumzüge, und die zahlreichen Naturschönheiten.


Brasilien ist circa 24 mal so groß wie Deutschland, deshalb ist es schwer von einer beste Reisezeit für Brasilien zu sprechen. Im Amazonas regnet es zwischen Januar und Mai. Man sollte deshalb seinen Brasilien Urlaub genau vorher planen. Die brasilianische Sommerzeit ist zwischen Dezember und Februar. in dieser Zeit sind die Hotels meist ausgebucht, weil auch sehr viele Einheimische in dieser Zeit Urlaub machen.

Einreisebestimmungen: Für eine Brasilien Reise bis zu 90 Tagen ist für Deutsche, österreicher, und Schweizer kein Visum erforderlich. Ein Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist reicht vollkommen aus. Nähere informationen über Einreisebestimmungen und Zollbestimmungen können Sie über die brasilianische Botschaft in Berlin erfragen.

Eine Reise nach Brasilien, ist auch eine Reise in die verschiedenen Kulturen Brasiliens. Brasiliens Kultur ist sehr vielfältig, und ist mit der Geschichte Brasiliens vereint. Potugiesen, Sklaven aus Afrika, Auswanderer aus Europa, darunter sehr viele aus Deutschland, und nicht zuletzt die Ureinwohner des Landes prägen die Kultur des Landes.


Die Amazonas, ist die größte Urwald  der Welt. Die vielfalt der Pflanzen und Tierwelt zieht jedes Jahr tausende von naturbegeisterte Urlaubern magisch an. Auch für Badeurlauber ist Brasilien sehr gut geignet. Idyllische Buchten, verträumte Inseln und kilometerlange herrliche Strände bieten für sonnenhungrige ideale Vorraussetzungen für einen Badeurlaub in Brasilien. Die bekannteste Strand des Landes, die Capacabana ist sowohl bei den Touristen auch als bei den Einheimischen sehr beliebt.
Der breite, feinsandige Stadtstrand von Rio lockt Sonnenanbeter, Badenixen und Sportler an, hier gilt das Motto: Sehen und Gesehenwerden. Auch Ipanema, der zweite Traumstrand im Stadtgebiet von Rio, bietet fantastische Bedingungen für Sport und Freizeit.
Copacabana ist einer der bekanntesten Stadtteile Rio de Janeiros der direkt zwischen dem Atlantik und den mit Favelas bevölkerten Granitfelsen liegt und über einen vier Kilometer langen Sandstrand verfügt. Am Strand von Copacabana traten am 18. Februar 2006 die Rolling Stones vor über einer Million Zuhörer auf, wobei kein Eintrittspreis erhoben wurde.

Rio de Janeiro ist die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Die Einheimischen behaupten, " Gott schuf die Welt in sechs Tagen, und am siebten Tag erschuf er Rio".Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado. Die Christusfigur wird täglich von mehr als 4000 Touristen besucht. Von der Praia Vermelha im Stadtteil Urca gelangt man mit der Gondelbahn auf den Zuckerhut. Oben lohnt sich nicht nur der atemberaubende Ausblick, sondern auch ein Rundgang durch den kleinen Park. Besonders Eindrucksvoll ist bei klarer Sicht der Sonnenuntergang, nach dem man unter sich die Stadt zum Nachtleben erwachen sieht.
Im Zentrum bietet sich der Platz Largo da Carioca als Ausgangspunkt für viele Exkursionen an. Nur wenige hundert Meter von hier entfernt befindet sich die Confeitaria Colombo, Rios bekanntestes und wohl schönstes Café. Nur einige Minuten von hier entfernt befinden sich Saára, ein riesiger Basar, der sich durch viele Strassen und Hallen zieht, und der Park Campo de Santana, in dem man mitten in der Metropole ein wenig Ruhe unter herrlichen Baumriesen genießen kann.Die Stadt ist auch bekannt wegen des jährlich stattfindenden Karnevals von Rio.
Die Karnevalsvorbereitungen für das nächstfolgende Jahr beginnen bereits direkt nach der jährlichen Parade und nehmen in jedem Verein Tausende von Mitgliedern als professionelle Mitarbeiter in Anspruch. Getragen werden die hohen Produktionskosten auch durch private Sponsoren: Ihre persönlichen Kostüme, die von jedem Träger gekauft werden müssen, sparen sich die einzelnen Teilnehmer der Paraden allerdings buchstäblich vom Munde ab. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Paraden der Welt. Überall trifft der Besucher auf lächelnde Gesichter, die gerne bereit sind, weiterzuhelfen oder Fragen zu beantworten.
Eine herzliche Fröhlichkeit und Freude am Leben ist den allermeisten Brasilianern eigen, und während des Karnevals wird diese Lust am Feiern ausgiebig ausgelebt.
                                                                                                                                                                                                     
In Rio de Janeiro und im gesamten Südosten heißt das Nationalgericht Feijoada.   Der deftige Eintopf besteht aus schwarzen Bohnen, Schweinefüßen und -ohren, Wurstscheiben, Rindfleischstücken, Apfelsinen, Reis und Kohl. Am Rio Grande do Sul isst man mit Vorliebe Churrasco, gegrilltes Rindfleisch mit einer würzigen Soße aus Tomaten und Zwiebeln, oder aufgespießte Hähnchenteile in Weißwein und Öl, Canto genannt. Im Amazonasgebiet hingegen schwört man auf Pato no tocupi, Ente mit einer Kräutersoße, und Tacacai, eine leckere Suppe mit Krabben und viel Knoblauch.

Das brasilianische Nationalgetränk Nummer eins ist die Caipirinha, ein auch hierzulande bekannter und beliebter Drink aus Cachaça, Limonen, braunem Zucker und Eis. Bier heißt in Brasilien Choppa und schmeckt ausgezeichnet. Besonderes erfrischend ist der Agua de Coco: Eine Kokosnuss wird mit drei Machetenhieben gespalten und die leckere Milch direkt aus der Nuss getrunken. Auch die frischen Fruchtsäfte, Sucos, sind lecker und reich an Vitaminen. Sie werden fast überall, vor allem aber an Kiosken auf der Straße angeboten.

Egal für welche Art von Urlaub Sie sich entscheiden, Brasilien bietet eine vielfalt von Möglichkeiten für Sportler, für Wanderer,  für Sonnenhungrige, für Natur und Kulturfreunde ist das Land in Südamerika als Fernreise sehr gut geignet. Wer eine Pauschalreise nach Brasilien plant, sollte möglichst viel Zeit mitbringen damit man auch sehr vieles sehen und erleben kann.

Ihre Reiseexperten von Sonnenklar Reisebuero Erlangen

Brasilien Impressionen


 
 
 
 
Reiseangebote für Brasilien: www.sonnenklar-reisebuero.de/erlangen-city
 
 

Montag, 10. September 2012

Langzeiturlaub Türkei

Wenn Sie den nasskalten Wetter nicht vertragen, und für Ihre Gesundheit das milde mediterane Klima bevorzugen, dann buchen Sie einen Langzeiturlaub in der Türkei. Viele bewerte Gesundheit und Wellnessangebote, günstige Freizeitmöglichkeiten, traumhafte Landschaften, eine gute, reichhaltige Küche, qualifizierte und freundliche Servicepersonal im Hotel sind die Vorteile eines Langzeiturlaubs in der Tuerkei.
Viele Rentner entfliehen den kalten Wintermonaten in Deutschland und lassen sich an der türkischen Ägäis, oder türkische Riviere gut gehen. Die milden Temperaturen verleiten einem zum langen Spaziergang am Strand, oder zum Nordic Walking, türkische Hamam, Sauna, Hallenbad und verschiedene Massage Anwendungen bringen den Körper und die Seele wieder im Einklang.
Die türkische Riviera ist bei den deutschen Urlaubern sehr beliebt. Die Region Side, Belek und Alanya mit den schönen Stränden ist für alle Sonnenhungrige ein beliebtes Treffpunkt. In Alanya sind Sie sehr gut aufgehoben, denn viele deutsche Auswanderer Leben schon seit Jahren in dieser Region, und genießen jeden Tag die Gastfreunschaft der Einheimischen, die türkische Küche, wunderschöne Landschaft, und die Sonne.
Wenn Sie zeitlich flexibel sind, bietet die Türkei sehr gute Vorraussetzungen für einen Langzeiturlaub denn Sie guenstig buchen können. Türkei ist berühmt für die All Inclisive Verpflegung, d.h. reichhaltiges Frühstück, Mittag und Abendessen in Buffetform inklusive Getränke und einheimische alkoholische Getränke. Mit einem alles inklusive Langzeiturlaub in der Türkei können Sie Ihre Urlaubstage ohne Stress und mit viel Entspannung richtig genießen und sich erholen. Um eine billige und qualitative langzeiturlaub in der Türkei zu buchen sollten Sie sich rechtzeitig erkundigen, denn viele Reiseveranschalter bieten die Frühbucherpreise an, mit attraktiven Leistungen und Rabatten. Je früher sie Ihren Urlaub buchen, umso günstiger kommen Sie zu Ihrem Langzeiturlaub. www.sonnenklar-reisebuero.de/erlangen-city

Freitag, 7. September 2012

Urlaub in Abu Dhabi

Urlaub in Abu Dhabi




Allgemein:

Abu Dhabi ist neben Dubai die wohl bekannteste Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Noch vor einem halben Jahrhundert hatte die heutige Hauptstadt des gleichnamigen Emirates ein eher provinzial anmutendes Staatbild, das aus einfachen Bauten bestand, die teilweise weder über Elektrizität, noch über ein ausreichendes Abflusssystem verfügten. Mit dem Fund von riesigen Ölvorkommen in den 60er Jahren, wuchs der Wohlstand Abu Dhabis jedoch schlagartig an, wodurch mit der grundlegenden Modernisierung und Vergrößerung der Stadt begonnen werden konnte. Mittlerweile gehört das Emirat zu den reichsten und modernsten Ländern der Welt, das sich mittlerweile hauptsächlich um den Ausbau des Wirtschaftssektors Tourismus bemüht, da die Ölreserven in ferner Zukunft nicht mehr ausreichen werden, um das Emirat weiterhin finanzieren zu können. Als Tourist oder Urlauber profitiert man dementsprechend von dem vielfältigen und außergewöhnlichen Angebot an Hotels, Einkaufszentren und Sehenswürdigkeiten.

Sonne & Meer:

Nach einem ca. sechs bis sieben Stunden langen Flug ab Deutschland erreichen Sie Abu Dhabi, das mit einer gesamten Einwohnerzahl von ca. 2.2 Millionen zu den bevölkerungsreichsten Städten des Landes zählt. Das Klima ist das ganze Jahr über warm und überwiegend trocken, weshalb es vor allem in den eisigen europäischen Wintermonaten eine gelungene Abwechslung bietet. Hierbei kommen sowohl Badeurlauber, als auch Städtereisende und Kulturliebhaber auf ihre Kosten. Wer lieber die heiße sommerliche Wüstensonne genießen möchte, kann an den langen, feinsandigen Stränden entspannen und sich zwischendurch im angenehm temperierten Meer abkühlen. Besonders spektakulär ist der öffentliche Badestrand an der wunderschönen Uferpromenade Corniche, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline der Stadt hat.

Kultur & Sehenswürdigkeiten:

Überhaupt hat die Stadt einiges an Aktivitäten zu bieten, für die es sich lohnt den Strandaufenthalt einmal zu verkürzen. Ein unvergessliches Highlight ist beispielsweise ein Besuch in der riesigen Sheikh-Zayed-Bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee, die ohne Zweifel zu den schönsten und eindrucksvollsten religiösen Bauwerken der Welt gehört. Ebenfalls einen Besuch wert ist das weltberühmte Emirates Palace Hotel, das als Pendant zum Burj Al Arab in Dubai gilt und in dem sich Urlauber in vergoldetem, orientalischem Ambiente verwöhnen lassen können. Abenteuerlustige können zum einen die neue Formel 1-Strecke und die anliegende Ferrari-World besuchen, in der unter anderem die schnellste Achterbahn der Welt zu finden ist, oder in der anliegenden Wüste mit einem gemieteten Geländewagen die meterhohen Dünen erklimmen. Orientalische Eindrücke kann man während einer idyllischen Fahrt mit einer sogenannten Dhow, den traditionellen arabischen Segelschiffen sammeln, beziehungsweise bei einem romantischen Dinner an den Uferpromenaden, die kulinarische Vielfalt der arabischen und internationalen Küche genießen.

In Abu Dhabi treffen Märchen aus "1001 Nacht" und Moderne aufeinander - Lassen Sie sich von dem weltbekannten Emirat verzaubern und gönnen Sie sich einen unvergesslich schönen Urlaub!

Klimatabelle:
JANFEBMARAPRMAIJUNJULAUGSEPOKTNOVDEZ
Sonnenstunden8889111110101010108
Lufttemperatur242528333839404039353026
Wassertemperatur222123252730313232302725
Regentage12 3 1 0 0 0 0 0 0 0 1


Unsere Empfehlungen:
Emirates Palace
Jumeirah at Etihad Towers
Sheraton Abu Dhabi Hotel & Resort
Park Rotana Abu Dhabi

Pauschalreise nach Abu Dhabi

Donnerstag, 6. September 2012

Ägypten Urlaub

Urlaub in Hurghada


Allgemein:

Hurghada ist eine am nordöstlichen Ende des Roten Meeres gelegene Stadt, die mit ca. 60.000 Einwohnern das größte Feriengebiet in Ägypten darstellt und sich über ihre Grenzen hinaus bis zu 30km entlang der Küste erstreckt. Gegründet wurde die verhältnismäßig junge Stadt von arabischen, amerikanischen und europäischen Investoren zu Beginn des 20.Jahrhunderts und hat sich mittlerweile zum bekanntesten und führenden Touristenzentrum Ägyptens entwickelt. Obwohl Hurghada kaum über nennenswerte Sehenswürdigkeiten verfügt, kommen jedes Jahr ca. eine Millionen Urlauber ans Rote Meer, die einfach mal die Seele baumeln lassen möchten. Die konstanten, hohen Temperaturen, die in den Sommermonaten von Juni bis September nicht selten über die 30°C Marke klettern und dem Land das ganze Jahr über ein sehr trockenes, wüstenartiges Klima bescheren locken besonders Gäste aus Deutschland und Russland nach Hurghada, die sich von dem heißen Wetter nicht abschrecken lassen, sondern die optimale Lage des Gebietes am Roten Meer genießen wollen.

Tauchen & Mee(h)r:

In den unzähligen Hotelanlagen und –komplexen können Urlauber das reichhaltige Angebot an nationalen und internationalen Speisen und Getränken in Anspruch nehmen und sich an den kilometerlangen Stränden, die meist direkt am Hotel oder in Hotelnähe zu finden sind, entspannen und die Sonne genießen. Ein besonderer Luxus sind die zahlreichen Hausriffe der Hotels, an denen man bedenkenlos Schnorcheln und die farbenfrohe und artenreichen Korallenriffe bestaunen kann. Wer gerne mehr von der atemberaubenden Unterwasserwelt entdecken möchte, kann in den vielen Tauchschulen entlang der Küste Tauchkurse oder Tagestouren zu unzähligen weltberühmten Tauchrevieren im Roten Meer buchen. Ein besonderes Highlight sind sogenannte „liveaboard trips“ auf denen die Taucher eine oder mehrere Nächte auf einem Tauchboot verbringen und tagsüber das kristallklare und angenehm warme Wasser genießen. Begegnungen mit Haien, Delfinen oder Schildkröten sind hierbei keine Seltenheit!

Sport & Freizeit:

Auch über Wasser hat Hurghada jedoch einiges zu bieten: Das Sportangebot reicht von Wasserski, Segeln, Golf und Hochseefischen bis hin zu einer großzügigen Auswahl an Tennis, Fitness, Aerobic etc., die mittlerweile in so gut wie jedem größeren Hotel angeboten wird.
Etwa 22km nördlich von Hurghada befindet sich das riesige Feriengebiet „El Gouna“, das mit über 14 Hotels, Freizeitanlagen und Mietshäusern mittlerweile eine beachtliche Größe erreicht hat. Die "Hotelstadt" wurde ebenfalls von einem Investor gegründet und ist aufgrund ihres orientalischen Baustils und vielfältigem Angebot an Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten ein weiterer beliebter Ort für Pauschaltouristen.

Samstag, 1. September 2012

Urlaub auf IBIZA

Urlaub auf Ibiza


           

Nachtleben:

Ibiza ist mit 572m ² die drittgrößte Insel der Balearen und südwestlich der Hauptinsel Mallorca gelegen. Das kleine Eiland ist nur ca. 2.5 Stunden Flugstunden von Mitteleuropa entfernt und lockt jährlich mit 300 Sonnentagen über 1 Millionen Pauschal- und Aktivurlauber auf die Insel. In den Sommermonaten zieht es vor allem junge und jung gebliebene Urlauber auf die Baleareninsel, deren legendäres Nachtleben mittlerweile weit bis über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt ist. Das breite Angebot an Bars, Restaurants und Großraum-Diskotheken, in denen regelmäßig renommierte Star-DJs ihre Musik zum Besten geben, ist ebenso außergewöhnlich wie einzigartig und steht dem Flair seiner Nachbarinsel Mallorca in nichts nach. Nicht umsonst wird das Nachtleben Ibizas an der Playa d´en Bossa als die massivste und experimentierfreudigste Club-Szene der Welt bezeichnet.

Freizeit & Sport:

Partymuffel kommen auf Ibiza jedoch ebenfalls auf ihre Kosten. So verfügt die Insel zwar über eine verhältnismäßig kleine Anzahl an touristischen Zielen, für ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten ist aber dennoch gesorgt. Ein Highlight sind beispielsweise die Hippiemärkte in Punta Arabi und Las Dalias, wo hunderte Händler Kleidung, Schmuck und andere hochwertige Accessoires anbieten. Das Sportangebot Ibizas reicht von Volley- und Fußball, über Segeln und Wasserski, bis hin zu Tauchen in den weltweit bekannten Unterwasserrevieren. Besonders zu empfehlen sind auch die populären Strand- und Hafenpromenaden, die sich wunderbar zum Walken oder Joggen eignen.

Kultur & Natur:

Für Kulturliebhaber hat die Insel etwas ganz Besonderes zu bieten: Im Vergleich zu ihren Nachbarn besitzt Ibiza in geschichtlicher und kultureller Weise einen Sonderstatus innerhalb der Balearen. Aufgrund ihrer Nähe zum spanischen Festland, sowie zu den Nordafrikanischen Mittelmeerstaaten, war die Insel in der Vergangenheit ein beliebtes Ziel für Eroberer und Händler, deren kultureller Einfluss noch heute deutlich zu spüren ist. Typische Pflanzen wie Granatapfel, Olive und Johannesbrotbaum wurden ebenso von den Seefahrern importiert, wie beispielsweise Datteln oder Feigen, die auf der ganzen Insel zu finden sind. Frühurlauber kommen ab Mitte Februar in den Genuss der Mandelblüte, die das Eiland in einen riesigen, rosafarbenen Blütenteppich verwandelt. Wer einen Blick in die Geschichte werfen möchte, kann die beeindruckende Tropfsteinhöhle in der Nähe von Port de Sant Miquel erforschen oder sich auf die letzten verbleibenden Spuren der Eroberer begeben und die Grundmauern einer römischen Siedlung bei Ses Pais besichtigen. Autovermietungen in der Hauptstadt Eivissa bieten zu diesem Zweck Leihwagen an, mit denen die Insel auf eigene Faust erkundet werden kann. Badeurlauber können stattdessen an einem der über 60 Strände und Buchten entspannen und sich zwischendurch im erfrischenden Meer, das bereits im Jahr 2008 aufgrund seiner herausragenden Wasserqualität ausgezeichnet wurde, abkühlen.